Gegenwind im Reichswald

NEIN zu Windkraftanlagen im & am Reichswald

Den Wald erhalten!

 

(RPD: Regionalplan Düsseldorf | FNP: Flächennutzungsplan)

Die Gemeinde Kranenburg und die Stadt Kleve möchten den Bau von Windkraftanlagen im bzw. am Reichswald ermöglichen. In Kranenburg ist man dabei, den Flächennutzungsplan für das Gebiet rund um den Kartenspielerweg zu ändern. Hier arbeitet die Gemeinde bereits mit dem Projektierer ABO Wind zusammen. Dieser möchte bis zum Jahr 2020 zwölf Groß-Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 200 m errichten. Die Stadt Kleve entwickelt einen neuen Flächennutzungsplan für das gesamte Stadtgebiet. Der im Sommer 2015 offengelegte Plan wies zahlreiche Konzentrationszonen für den Windkraftausbau im Reichswald aus. Für den Herbst 2017 wird mit einer erneuten Offenlage gerechnet. Parallel dazu läuft das Aufstellungsverfahren für den Regionalplan Düsseldorf. Nach der erfreulichen Streichung der Windenergiebereiche im Reichswald sieht die dritte Entwurfsfassung weiterhin Flächen für den Windkraftausbau unmittelbar am Waldrand vor (Kleve-Reichswalde und Goch-Nierswalde). 


Mehr über die Verfahren...

 

Kranenburg

Entlang des Kartenspielerwegs direkt an der deutsch-niederländischen Grenze planen die Gemeinde Kranenburg und Projektierer ABO Wind auf einer rund 5 km langen und insgesamt ca. 500 m breiten Fläche den Bau und Betrieb von 12 Groß-Windkraftanlagen. Der Zeitplan sieht vor, dass hierfür ab dem dritten Quartal des kommenden Jahres rund 10 ha Wald gerodet werden. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für das Jahr 2020 geplant. Im Frühjahr 2017 hat die Kreisverwaltung Kleve als Genehmigungsbehörde den Bauantrag abgelehnt. Hiergegen klagt ABO Wind z.Zt. vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf. Update 06.09.2017: Der Projektierer hat seine Klage zurückgezogen!! 

Mehr über das Vorhaben der Gemeinde Kranenburg...

 

Kleve

Im Sommer 2015 hat die Stadt Kleve ihren neuen Flächennutzungsplan offengelegt. In ihm waren drei insgesamt 200 ha große Konzentrationszonen für den Bau von Windkraftanlagen vorgesehen. Zwei davon mit einem Umfang von insgesamt rund 180 ha lagen mitten im Reichswald. Sowohl Träger öffentlicher Belange, als auch Bürger und die Klever Politik haben sich gegen die Planungen ausgesprochen. Mehr als 1.500 Stellungnahmen hat die Stadtverwaltung dazu bei der letzten Offenlage erhalten. Aktuell wird die Potentialflächenanalyse überarbeitet. Von der Darstellung von Konzentrationszonen im Reichswald wird die Stadt Kleve sehr wahrscheinlich absehen. Allerdings sieht sie Möglichkeiten für den Windkraftausbau direkt am Waldrand an der Dr.-Engels-Str. Für die rund 20 Hektar große Fläche für zwei bis drei Windkraftanlagen läuft bereits eine neue Artenschutzprüfung. Sie wird Anfang kommenden Jahres abgeschlossen. Die nächste Offenlage hat die Verwaltung der Stadt Kleve für den Sommer 2018 angekündigt. 

Mehr über das Vorhaben der Stadt Kleve...

 

Schaden

Wir sind Befürworter erneuerbarer Energien. An Waldstandorten allerdings halten wir die Ökobilanz für negativ. Ganz besonders gilt dies für den Bau und Betrieb von Windkraftanlagen im Reichswald. Es handelt sich um das größte zusammenhängende Waldgebiet im Norden des waldarmen NRW. Es liegt inmitten geschützter Natura 2000 Gebiete. Die Bedeutung des Biotop-Verbundsystems wird auf Landesebene als besonders bis herausragend eingestuft. Zudem stellt der Reichswald eine wichtige Verbindung zu Waldgebieten im auf niederländischer Seite verlaufenden Ketelwald dar. Eine Fragmentation durch großflächige Rodungen, die Baumaßnahme an sich, sowie der Betrieb von Windkraftanlagen mit Lärm, Erschütterungen des Bodens, sowie dem Risiko von Bränden und Öllecks formen eine große Gefahr für die Natur. Auch der Erholungswert würde unter einer Industrialisierung eines Teils des Reichswalds stark leiden. Dasselbe gilt für die Attraktivität des Gebietes für Touristen und Tagesausflügler sowie den besonderen kulturhistorischen Wert des Waldes mit seinen Moränen und anderen eiszeitlichen Strukuren.

 

Gegenwind im Reichswald e.V.

Wir sind besorgte Bewohner verschiedener Gemeinden und Städte an beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze. Die Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald" haben wir Ende 2012 gegründet. Anlass waren die Windkraftplanungen der Gemeinde Kanenburg. Sowohl der heutige hohe Wert des Reichswald als auch der Schaden bei einer Realisierung der Windkraftpläne sind grenzüberschreitend. Deshalb sind wir sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden aktiv.

 

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