Gegenwind im Reichswald

Kleve

 

Mehr als 180 Hektar groß sind die Flächen im Reichswald, die nach dem Wunsch der Stadtplaner im neuen Flächennutzungsplan in Konzentrationszonen für den Bau von Windkraftanlagen umgewandelt werden sollten. Mit der Abkehr von einer forstwirtschaftlichen Nutzung hin zu einer industriellen würde der Reichswald nie wieder sein, was er heute ist: Ein weiträumig unzerschnittenes Ökosystem. Und ein wertvolles Naherholungsgebiet nicht nur für Klever Bürger.

 

Bis Ende August 2015 lag der Entwurf des neuen Flächennutzungplans öffentlich aus. Nachdem sich die Klever Politik, zahlreiche Träger öffentlicher Belange und Bürger gegen Windkraft im Reichswald ausgesprochen haben, erscheint die Durchsetzung der Konzentrationszonen auf Klever Waldflächen unwahrscheinlich. Gewissheit gibt es jedoch erst, sobald ein neuer Flächennutzungsplan mit einer ausreichend großen Konzentrationszone für den Windkraftausbau an anderer Stelle rechtswirksam ist.

Zudem stellt auch der im aktuellen Regionalplanentwurf unweit der Dr.-Engels-Str. in Reichswalde unmittelbar am Reichswald ausgewiesene Windenergiebereich eine Bedrohung dar. Denn das Konfliktpotential z.B. mit dem Natur- und Landschaftsschutz ist am Waldrand ähnlich hoch wie im Wald selbst. Außerdem würde der Reichswald durch eine über den Betrieb von Windkraftanlagen an diesem Standort geschaffene Vorbelastung mittelfristig wieder zum Suchgebiet für weitere Ausbauflächen. 

Direkt zum Entwurf des Flächennutzungplans auf der Website der Stadt Kleve...

Zur Website der Stadt Kleve (Infos Neuaufstellung FNP)...

Achtung: Voraussichtlich im Sommer 2018 wird eine erneute Offenlage des Flächennutzungsplans der Stadt Kleve erfolgen!

 

"Alternative Energiegewinnung ist Unsinn, wenn sie genau das zerstört, das man durch sie erhalten will: Die Natur"

Reinhold Messner