Gegenwind im Reichswald

Die Natur im Reichswald

Der Reichswald ist mit einer Größe von 5.200 Hektar das größte geschlossene Waldgebiet in Kreis Kleve. Tatsächlich kommt der Wald annähernd auf die Größe von 10 000 Hektar, denn historisch gesehen verbindet er sich mit dem Wald auf der niederländischen Seite. Dort wird er "Ketelwald" genannt. Die große Fläche kommt der reichen Artenvielfalt zugute, denn es leben dort äußerst seltene Tierarten.

Der Reichswald ist ein beachtliches, kompaktes Waldgebiet, das zum großen Teil aus Nadelbäumen besteht. Jedoch gibt es viele Bereiche wo altes Laub liegt. Mitten im Reichswald gibt es einen sehr alten Buchenwald, der Geldenberg. Er hat den europäischen Status von Natura 2000 bekommen. Der Reichswald ist fast vollständig von hohen Zäunen umgeben, so dass das Rotwild und die Wildschweine keine landwirtschaftlichen Schäden verursachen können. Dazu leben dort noch viele Rehe, Füchse und Dachse.

Der Reichswald hat eine sehr gute Raubvogel Population: Sperber, Bussard und Falke. Im Gegensatz dazu ist der Wespenbussard Bestand eher klein.

An der südlichen Seite des Reichswaldes, wo die Windkraftanlagen aufgebaut werden sollen, befinden sich viele Wildwiesen, wo sich das Rot- und das Scharzwild häufig aufhält um zu äsen. Der westliche Teil in diesem Gebiet besteht aus Moränenland und Lößboden, der sehr nähstoffreich ist. Der östliche Bereich ist sandig und nähstoffarm. Beobachtungen zeigen dass der westliche Bereich sehr reich an besonderen Vogelarten ist, wie z.B. der Schwarzspecht, Kernbeißer, Gimpel und die Tannenmeise.

Im eher trockenen östlichen Teil besteht eine Heidelandschaft, in der die Sandeidechse und die lebendgebärende Waldeidechse zu Hause ist. Auch gibt es dort große Dachsbauten. Der sonnige Waldrand hat einen ganz besonderen Charakter mit seinen Zaun- und Waldeidechsen! Dieser Bereich wird auch bereichert durch Blindschleichen und Schlingnattern. Außergewöhnlich ist auch die Artenvielfalt der nützlichen Wildbienen und Wespen. Es gibt 77 Wespen- und 87 Bienenarten. Darunter sind sehr seltene Spezies.  

Für weitere Informationen siehe auch: www.ketelwald.de