Gegenwind im Reichswald

Regionalplan Düsseldorf- worum geht es?

Planungsbeschlüsse für die Entwicklung des Regierungsbezirks Düsseldorfs werden im Regionalplan Düsseldorf Düsseldorf. Im zweiten Entwurf der Fassung für die nächsten rund 15 Jahre werden auch Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen. Im Reichswald sollen nicht weniger als 560 Hektar Vorrangzone ausgewiesen werden, mehr als 10 Prozent der gesamten Fläche des Reichswalds. Diese Zonen liegen auf Kranenburger und Gocher Gemeinde- bzw. Stadtgebiet (s. Karte.) Und das, obwohl der Kreis Kleve mit einem Waldanteil von 14,6% waldarm, ist.

Der Kreis Kleve stellt bereits bereits ein Drittel der für den Regierungsbezirk Düsseldorf bis zum Jahr 2025 geplanten Nennleistung aus Windkraft bereit. Das macht die Ansiedlung von Windkraftindustrie im Reichswald unverhälnismäßig. 

 

Die im aktuellen Entwurf im und am Reichswald dargestellten Windenergiebereiche 

 

Der Reichswald ist es wert, vor einer Industrialisierung durch Windkraftanlagen geschützt zu werden. Sollten tatsächlich Vorrangzonen für Windkraft im Reichswald beschlossen werden, wird dies Hürden errichten, die einen solchen Schutz kaum noch ermöglichen. Darüber hinaus schreiben Leitfäden vor, dass bereits durch industrielle Windenergiegewinnung „vorbelastete“ Gebiete potentielle Suchräume für weitere Bauvorhaben darstellen. Sobald in einem Waldgebiet Windkraftanlagen errichtet wurden, steigt die Wahrscheinlichkeit der Genehmigung neuer Bauanträge. Wir kennen diverse Orte, an denen dieser Sachverhalt mittlerweile zu einer erschreckenden Windkraft-Industrialisierung der Landschaft geführt hat. In den betroffenen Regionen ist das keine Zukunftsszenario, sonden bittere Realität (siehe Foto).

Deshalb ist es so wichtig, dass wir als Bürger gemeinsam für den Reichswald aufkommen. Bitte schreiben Sie der Bezirksregierung Düsseldorf und äußern Sie Ihre Bedenken! 

 

Im Soonwald (Rhein-Hunsrück-Kreis) wurden in nur wenigen Jahren mehr als 30 Windkraftanlagen errichtet.
Foto: www.joerg-rehmann.de