
15.03.2025: Diese Woche wurde öffentlich, dass das in Bremen ansässige Unternehmen wpd bereits im November 2024 einen Antrag für den Bau und Betrieb von fünf Groß-Windkraftanlagen in Goch-Nierswalde gestellt hat (Dickes Mönchstal/ Knollenberg). Ende Februar 2025 wurden die Träger öffentlicher Belange über das Vorhaben informiert. Bis zum 26.03.2025 können sie sich zu dem Vorhaben äußern. Geben dennoch auch Sie eine Stellungnahme ab!
Bei den Anlagen handelt es sich um den Typ Nordex N175. Die Nabenhöhe beträgt 179 m. Der Rotordurchmesser beläuft sich auf 175 m. Damit überstreicht jede Anlage eine Fläche von mehr als 24.000 m² und ist gut 260 m hoch. Ein Blick auf die Website des Herstellers verrät die Lautstärke bei Vollauslastung: 106 dB(A). Das entspricht fast dem Geräuschpegel einer Kettensäge. So viel kommt natürlich am Boden nicht an. Dennoch zeigt auch dieser Wert, wie massiv der geplante Eingriff in einem aktuell noch durch Ruhe geprägten Gebiet wäre.
Die Anlagen sollen unmittelbar am Waldrand errichtet werden. Und dies, obwohl sich der Übergangsbereich zwischen Reichswald und Offenland durch einen hohen ökologischen Wert auszeichnet. Der Bau und Betrieb von Windkraftanlagen an diesem Standort würde u.a. einen massiven Eingriff in den Lebensraum windenergiesensibler Greifvögel wie dem Wespenbussard und verschiedener geschützter Fledermausarten bedeuten. Auch befindet sich der geplante "Windpark" in einem Wasserschutzgebiet.
Vermutlich wissend, dass die Zahl eingehender Stellungnahmen groß wäre, hat sich wpd für ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren entschieden. Bei diesem wird die allgemeine Öffentlichkeit ausgeschlossen. Formal wird ihr keine Gelegenheit gegeben, sich zu den Plänen zu äußern.
Wir stellen hier jedoch den Link zu den Antragsunterlagen zur Verfügung. So haben auch Sie die Möglichkeit, sich mit den Details des Vorhabens auseinanderzusetzen und eine kurze schriftliche Stellungnahme bei der Kreisverwaltung Kleve einzureichen. Sie ist die Genehmigungsbehörde und hat über den Antrag zu entscheiden.
Zu den Antragsunterlagen…
Bitte senden Sie Ihr Schreiben bis zum 26.03.2025 per E-Mail an uib(at)kreis-kleve(dot)de
Empfänger: Kreisverwaltung Kleve / Fachbereich Technik / Abteilung Bauen & Umwelt / Nassauerallee 15-23 / 47533 Kleve
Quelle: Planungsbüro wpd onshore GmbH & Co. KG, Osnabrück
Hinweis auf den Haftungsausschluss:
Unsere Bürgerinitiative kann keine Rechtsberatung vornehmen. Falls Sie bspw. als Anwohner eine solche Beratung wünschen, wenden Sie sich bitte an eine auf Verwaltungs- und Umweltrecht spezialisierte Anwaltskanzlei. Die Bürgerinitiative übernimmt keine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der auf dieser Website zur Verfügung gestellten Informationen.
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